Bildformat

Bei moderenen Kamers kann man meist zwischen RAW oder JPEG Bildformaten wählen. Doch wie erreicht man die optimale Qualität? Die moderne Digitalkameras erfassen Bilder mit Hilfe eines Bildsensors. Für die meisten ist es jedoch eine Überraschung, wenn die erfahren, dass die Sensoren nur die Grauwerte erfassen können. Die Farbinformation in einem Farbbild wird mit Hilfe des von Kodak entwickeltes Bayer-Matrix Verfahrens. Dazu wird vor dem Bildsensor ein Farbfilter vorgesetzt, der die Grauwerte der gefilterten Farbanteilen aufnimmnt. Somit wird in jedem Bildpunkt auf der Bildmartix nur eine Farbe (aus drei) bestimmt. Die übrigen zwei Farben werden mit Hilfe eines komplexen Algorithmus (Bayer-Farbinterpolation) aus den Nachbarwerten berechnet.

RAW Format

Das RAW Format (aus dem englishen raw - roh, unbearbeitet) speichert die Sensorinformation direkt zusammen mit den Bildmetadaten. Die Berechnung des Farbbildes daraus passiert dann am Computer und nicht in der Kamera. Anbei einige Merkamle des RAW Formats:

  • verlustfreie Repräsenation der Ausgangsinformation
  • volle Nutzung der erfassten 12 Bit Farbtiefe pro Kanal
  • nachträgliche verlustfreie Korrekturen von Weißpunkt, Farbe, Schärfe, Rauschen, Tonwertumfang möglich
  • durch die nachträgliche könnnen einige Korrekturen durchgeführt werden (ähnlich, wie man ein Negativ „pushen“ kann)
  • ein weitere Bearbeitungsschritt ist PC notwendig
  • wird nur von guten DSLRs angeboten
  • verbraucht mehr Platz auf dem Speichermedium als ein JPEG Bild

TIFF oder JPEG Format

Im Unterschied zu RAW wird bee TIFF das Bild mit Hilfe des Raw-Konverters direkt in der Kamera berechnet und als fertiges Farbbild gespeichert. Das ist hilfreich, wenn die Bilder ohne weitere Verarbeitung weitergegeben werden. Die Analogie in der klassischen Fotografie ist das Polariod-Bild. Dabei werden die TIFF Bilder meist grösser, weil diese pro Bildpunkt 3×8 Bit Farbinformation speichern. Beim JPEG wird ledeglich die Information aus dem TIFF Bild mit Hilfe eines verlustbehaftendes Kompressionsverfahren in einem speziellen Format gespeichert, dass die Grösse der Bilder reduziert. Die maximale Farbtiefe pro Kanal ist acht Bit, was für die Darstellung ausreicht, jedoch zu wenig ist, wenn man die Bilder weiterverarbeit möchte. Hier die Merkmale der Formate:

  • TIFF und JPEG können nur 8 Bit Farbtiefe pro Kanal darstellen statt 12/14 Bit die durch die Kamera aufgenommen werden
  • der verwendete RAW-Konvertierungsalgorithmus ist meist schlechter als der am PC
  • JPEG erzeugt Kompressionsartefakte
  • Nachbearbeitung der Bilder ist nur teilweise ohne Qualitätsverluste möglich
  • die Bilder sind sofort fertig und müssen nicht nachbearbeitet werden

Empfehlung

Für alle, die nur irgendwelche Bilder machen wollen ist JPEG vollkommen ausreichend. Das spart Platz auf der Speicherkarte und Zeit bei der Nachbearbeitung der Bilder. Für alle die sich bei Fotografie auf die Qualität der Aufnahmen konzentrieren ist RAW ein muss. Gerade für die, die digitale Fotografie erst erlernen und einige Fehler in der Belichtung, Weißabgleich etc leisten, sollten im RAW Format fotografieren, weil eine Möglichkeit der Nachbearbeitung am Rechner besteht.

methodik/einstellung/bildformat.txt · Zuletzt geändert: 2008/07/15 06:52 von sza