Als Schärfentiefe bezeichnet man einen Bereich vor und hinter dem Gegenstand im Fokus, der auf der Bildebene noch hinreichend scharf abgebildet wird. Man spricht von einer großen Schärfentiefe, wenn der Bereich groß ist (also sowohl vor dem Gegenstand als auch hinter dem Gegenstand die Objekte scharf erscheinen).
Der Einsatz von Schärfentiefe ermöglicht es den Blick des Betrachters auf das Hauptmotiv zu lenken. Dazu wird die Schärfentiefe so eingestellt, dass nur das Hauptmotiv scharf erscheint, und Objekte vor un hinter dem Hauptmotiv unscharf wirken und dadurch nicht ablenken.
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| Belichtungszeit: | 0.017 sec (1/60) |
| Blendenzahl: | F/5 |
| Brennweite: | 80 mm |
Die Schärfenbereich kann durch mehrere Faktoren beeinflusst werden: Blendenzahl, Gegenstandsweite und Brennweite.
Durch Abblenden der Blende wird er vergrößert und durch Aufblenden eingeengt. Je kleiner die Blendenöffnung ist (und größer die F-Zahl, z.B. F22), desto größer ist also die Schärfentiefe. Je größer die Blendenöffnung (und kleiner die F-Zahl, z.B. F5,6), desto kleiner ist die Schärfentiefe.
Eine weitere Einflussgröße auf die Schärfentiefe ist der Abbildungsmaßstab (als Verhältnis von
Brennweite zu
Gegenstandsweite). Je kleiner der Abbildunsmaßtab ist, desto größer ist die Schärfentiefe. Nähert man sich einem Objekt (verkleinert die
Gegenstandsweite), wird die Schärfentiefe kleiner, entfernt man sich von dem Gegenstand, so wächst auch die Schärfentiefe. Die Vergrösserung der
Brennweite verkleinert die Schärfentiefe, die Verkleinerung der
Brennweite - vergrößert die Schärfentiefe. Ein Weitwinkelobjektiv mit einer kürzeren
Brennweite erzeugt, bei gleicher Gegenstandsweite, eine größere Schärfentiefe als ein Teleobjektiv mit einer langen Brennweite.
Die Verteilung der Schärfentiefe vor und hinter dem fokussierten Objekt variiert mit der eingestellten Gegenstandsweite. Im engen Nahbereich wird ungefähr ein Verhältnis von 1:1 erreicht, mit wachsender Gegenstandsweite wächst der Anteil hinter dem fokussierten Objekt kontinuierlich an. Im Extremfall, wenn die Gegenstansweite gleich dem hypofokalen Entfernung ist, wird der Bereich hinter dem Gegenstand bis ins Unendliche scharf abgebildet.
Die Schärfentiefe ändert sich in bestimmten Bereichen praktisch nicht, wenn ein Motiv einmal mit kurzer Brennweite aus geringer Entfernung und einmal mit langer Brennweite aus größerer Entfernung derart abgebildet wird, dass es im Bild die gleiche Größe hat. Der vorgenannte Einfluss der Brennweite wird durch die andere Gegenstandsweite kompensiert. Diese Regel gilt, wenn in beiden Fällen die gleiche Blende verwendet wird und wenn die Entfernung zum Motiv bei der kurzen Brennweite kleiner als etwa ein Viertel der
hyperfokalen Entfernung ist.