Die Brennweite ist der Abstand des Brennpunkts von der ihm zugeordneten Hauptebene einer Linse oder eines Linsensystems. Der Brennpunkt wird auch als Fokus bezeichnet. Die Brennweite wird in der Optik mit f abgekürzt und in der Fotografie in Millimeter (mm) angegeben.
Die Brennweite des Objektivs ist auf die Eigenschaften verwendeten Glasssorten und die Anordnung und Arten der Linsen im Objektiv zurückzuführen. Kann die Anordung der Linsen verändert werden, so spricht man von Objektiven mit variablen Brennweite (oder auch Zoom-Objektiven). Ist die Anordnung fest - so spricht man von Objektiven mit festen Brennweite (oder auch fixed-Objektiven).
Um die Objektive miteineander vergleichen zu können ist nicht nur die Brennweite wichtig, sondern auch das Bildformat. Daher ist es üblich die Angaben in „equivalent Kleinbild 35mm“ zu machen. Damit bezieht man sich auf die Größe des 35mm Films (36mm x 24mm) und ist unabhängig von der eigentlichen Größe des Bildes, das bei unterschiedlichen Kameras variiert.
Die Brennweite 50mm entspricht einem Normalobjektiv für Kleinbild (KB) Format. Bei Brennweiten unter 50mm spricht man von Weitwinkelobjektiven (WW), bei Brennweiten über 50mm von Teleobjektiven (Tele).
Bei einer sphärischen Linse variiert die Brennweite im Zentralbereich zu der eines Randbereiches. Um den Brennweitenunterschied auszugleichen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Dazu zählen: Abblenden (nur der mittlere Teil der Linse wird genutzt), Verwendung von Linsenkombinationen, die den Fehler ausgleichen, Verwendung asphärischer Linsen.
Bei einer sphärischen Linse variiert die Brennweite abhängig von der Wellenlänge des Lichtes. Der Lichtstrahl eines weißen Lichtes, wird aufgefächert und statt auf einen Punkt auf mehrer Punkte des Bildes abgebildet. Das Bild verliert dadurch an Schärfe und es entstehen Farbsäume an Kanten des Bildmotivs. Um die chromatische Aberrationen auszugleichen werden Achromate, Apochromate oder DO-Objektive verwendet.