Filed Under Ankündigung
Canon hat eins der Kamera-Schlachtschiffe überholt. Das neue Kind heißt EOS 1D Mark IV und ist ein offizieller Herausforderer der Nikon 3DS. Die Kamera mit dem APS-H Sensor (crop-factor 1.3 gegenüber 35mm KB) punktet vor Allem mit unglaublichen 102.400 ISO. Der Standardbereich liegt zwischen 100 – 12.800 ISO. Der Sensor löst mit 16 Megapixel auf, zwei Digic IV CPUs ermöglichen schnelle Datenverarbeitung. Die anderen Neuerungen entsprechen im Ganzen den von 5D Mark II und 7D. So werden die Videos in Full HD (1080p) mit bis zu 30 Bilder pro Sekunde aufgenommen. Der neue Autofokus glänzt mit 45 Messfeldern, von den 35 mit Kreuzsensoren ausgestattet sind. Die Live-View Funktion bietet eine Voransicht auf dem 3″ und VGA-auflösenden Display. Um das empfindliche Innenleben zu schützen ist das hochwertige magnesiumlegierte Gehäuse mit 76 Dichtungselementen versehen. Das komplette Gehäuse hat die Ausmaße 156 mm × 157 mm × 80 mm und bringt ohne Akku ein Gewicht von 1180 Gramm auf die Waage. Der stolze Preis von knapp 4700 EUR überrascht nicht, da es sich um eine professionelle Kamera handelt.
Filed Under Ankündigung

Damit es uns nicht zu langweilig bei der Auswahl und Analyse der existierende Canon Modelle wird, hat Canon pünktlich zur IFA einige Neuerungen vorzuweisen. Da wäre zunächst die neue Canon EOS 7D digitale Spiegelreflex, die zwischen der professionellen 5DmkII and 50D einzuordnen wäre. Desweiteren bring Canon drei neue Objektive ins Spiel: Canon EF-S 15-85mm f/3,5-5,6 IS USM, Canon EF-S 18-135mm f/3,5-5,6 IS und Canon EF 100mm f/2,8L Macro IS USM.
Canon 7D
Canon 7D ist eine 18 Megapixel APS-C Format DSLR mit zwei Digic IV Prozessoren. Es ermöglich Aufnahmen von Full-HD Videos mit bis zur 30fps. Die Kamera wartet mit 63-Feld iFCL Messsensoren, integriertem Speedlite Transmitter zur Steuerung von Speedlite Blitzen, einem Sucher der 100% des Bildes darstellt und ein elektronischen Overlay mit Wasserwaage und einigen anderen netten Spielereien. Damit steht nun Canon mit 5 Cameras im Feld, wobei die Grenzen immer verwaschener werden. Laut Canon ist die Kamera eine neue Ära in der Entwicklung und soll sich als eigener Typ etablieren. Speziell ist der Preis von nur 1.649,00 EUR durfte für alle interessant sein, die nicht gleich 2,5K für eine 5DmkII investieren möchten.
Canon EF-S 15-85mm f/3,5-5,6 IS USM
Das hochwertige EF-S 15-85mm 1:3,5-5,6 IS USM mit 5,6fach Zoom hat einen Brennweitenbereich von 24-136 mm äquivalent zum Kleinbild-Format. Die Naheinstellgrenze beträgt im gesamten Zoombereich nur zirka 0,35 m. Der integrierte Bildstabilisator ermöglicht Aufnahmen mit einer bis zu vier Stufen längeren Verschlusszeit. Das Objektiv soll ab Oktober für 499,00 EUR angeboten werden, und kann jetzt schon vorbestellt werden. Das Objektiv ist ein re-make von EF-S 17-85mm IS USM. Hoffentlich ist er im WW Bereich besser als sein Vorgänger.
Canon EF-S 18-135mm f/3,5-5,6 IS
Das EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS ist ein leistungsstarkes Allroundzoom ebenfalls für EOS-Kameras mit EF-S-Bajonett. Auch dieses Objektiv ist mit einem Bildstabilisator für bis zu vier Stufen längeren Verschlusszeiten ausgestattet. Mit seinem beeindruckenden 7,5fach Zoombereich deckt es einen großen Brennweitenbereich von zirka 29-216 mm äquivalent zum Kleinbildformat ab. Die Naheinstellgrenze beträgt zirka 0,45 m. Das vielseitig einsetzbare Zoomobjektiv ist ideal als Ergänzung für alle Besitzer eines Standardobjektivs. Das fehlen des USM Motors kann allerdings als ein Nachteil betrachtet werden. Auch die Qualität im bei der Brennweite von 18mm muss erstmal abgewartet werden. Der recht günstige Preis von UVP 499.00 EUR macht es trotzdem interessant. Damit lässt sich zwar die Kombination Kit EF-S 18-55mm und EF-S 55-250mm zwar nicht ganz ersetzten, dafür hat man einen Objektiv, was sicherlich für Fotografen mit mittleren Qualitätsansprüchen ausreicht.
Canon EF 100mm f/2,8L Macro IS USM
Ein ganz anderes Vogel ist der neue 100mm f/2,8 L Makroobjektiv mit Bildstabilisator und Ultraschalmotor. Laut Canon ist der neue Hybrid-Bildstabilisator sehr viel wirkungsvoller als herkömmliche Bildstabilisatoren. Er reduziert Verwacklungsunschärfe und ermöglicht mit bis zu vier Stufen längeren Verschlusszeiten eine exzellente Bildqualität. Der Einsatz von reibungsarmen Keramikkugeln bei den beweglichen Teilen sorgt für einen besonders ruhigen Bewegungsablauf – ganz wichtig für die Minimierung von Verwacklungsunschärfe bei Makroaufnahmen. Der Hybrid-Bildstabilisator erkennt durch einen Beschleunigungssensor Kamerabewegungen (problematisch bei Nahaufnahmen) und durch einen Gyrosensor Kameraverwacklungen und wirkt diesen entgegen. Dadurch kann selbst bei Aufnahmen mit Abbildungsmaßstab 1:1 eine exzellente Bildqualität mit bis zu zwei Stufen längeren Verschlusszeiten realisiert werden.
Das EF 100mm 1:2,8L Makro IS USM nutzt eine UD-Linse zur Minimierung von Farbfehlern. Die Super-Spectra-Vergütung sorgt für überzeugende Abbildungsqualität durch minimiertes Streulicht und Reflexen. Eine Blende mit neun Lamellen ermöglicht die gezielte Betonung des Hauptmotivs durch das Fotografieren mit angenehmer Hintergrundunschärfe. Der ringförmige Ultraschallmotor sorgt für eine schnelle, präzise und nahezu geräuschlose Scharfstellung. Zur Anpassung an die Motivsituation hat das Objektiv einen Schalter zur Begrenzung des Einstellbereiches mit drei Positionen.
Als Objektiv der professionellen L-Serie ist es mit Abdichtungen zum Schutz vor Staub und Spritzwasser versehen. Im Lieferumfang befindet sich die Gegenlichtblende ET-73. Zum optional erhältlichen Zubehör des EF 100mm 1:2,8L Makro IS USM gehört neben Zwischenringen EF12 II und EF25 II auch die die Stativhalterung D. So kann schnell und unkompliziert ins Hoch- oder Querformat gewechselt werden. Die optional als Zubehör erhältlichen Speedlites MR-14EX und MT-24EX können über den ebenfalls optionalen MacroLite-Adapter 67 angesetzt werden.
Der Preis für die Festbrennweite ist mit UVP 949 EUR sogar recht klein für eine L Optik mit solchen Eigenschaften.
Na dann, viel Spass beim Sparen.
Filed Under Erfahrung
Ich möchte anhand eines in meinen Augen sehr gelungenen Bildes einige kleine Details besprechen, die manchmal zwischen sehr gut und Kunstwerk entscheiden. Hier ist das Bild, aufgenomen von Peter Friese (siehe seine FlickR Galerie). Im folgenden gebe ich einige persönliche Tipps.
Das Gefühl
Zunächst widmen wir uns der Wahrnehmung des Bildes: Formen, Farben, Eindruck. Das Motiv ist eine Blüte. Diese ist klar zu erkennen und befindet sich in der mitte des Bildes. Die großen Ränder tragen leider weder zu Athmosphere des Bildes bei, noch erzeugen Spannung. Das heißt der Betrachter schaut eigentlich nur auf die Blüte. Durch den richtigen Einsatz der Scharfentiefe wirkt der Hintergrund verschwommen und lenkt nicht vom Hauptmotiv ab. Das schöne Bokeh unterstreicht das Hauptmotiv und trennt es von Hintergrung ab, lässt aber die Äste gerade noch erahnen. Schaut man genau hin, stellt man aber fest, dass die hinteren Blätter der Blüte schon unscharf sind. Das Bild ist gut belichtet. Das Licht ist warm und harmoniert gut mit der kuschelig weich wirkenden Blüte. Der Fokus des Bildes ist im Bild mitelpunkt und läßt feine Blütendetails erkennen.
Die Metadaten
Nun kommen wir zu technischen Details. Das Bild ist mit einer Canon 450D (und vermutlich Canon EF-S 18-55mm) bei 45mm Brennweite, f/5.0 Blendenzahl und 1/500s Belichtungsszeit aufgenommen worden. Die ISO-Empfindlichkeit betrug 160.
Die Tipps
Das Framing könnte verbessert werden. Ein mittelgroßes Motiv mittel im Nichts wirkt verloren. Entweder vergrößert man das Motiv (könnte man mit der Vergrößerung der Brennweite bis 55mm erreichen), oder verändert ganz die Komposition und versucht mehr Spannung aufzubauen. Ich würde es mit Hochkant probieren oder mit seitlichen Position des Motivs, aber auch einfache Vergrößerung kann manchmal Wunder bewirken.
Die hintere Seite der Blüte ist nicht mehr scharf abgebildet, was an der Blende f/5.0 liegt. Bei einer so geringen Entfernung zum Objekt und Brennweite 45mm beträgt die Scharfentiefe nur einige Zentimeter. Vor allem nach den Kompaktkameras, die keine bequeme Schärfentiefenkontrolle geben, sollten man aufpassen, dass man die Blende nicht zu weit aufmacht. Das wäre bei dem Licht auch nicht notwendig gewesen. Für ein stilles Motiv aus einem halben Meter Entfernung braucht man nicht die 1/500s Belichtungszeit, sondern kann mit wesentlich größeren Verschlusszeit aus der Hand arbeiten.
Die Auto-ISO Funktion des 450Ds ist eine schöne Sache, wenn man in wechselnden Umgebungen Aufnahmen macht. Trotzdem sollte man bei jeder Aufnahme darauf achten, die ISO-Empfindlichkeit so gering wie möglich zu halten. Denn trotz der modernen Rauschunterdrückung auf den Sensoren bleibt ein Restrauschen, das bei der Erhöhung der ISO-Empfindlichkeit mitverstärkt wird.
Zusätzlich würde ich die Farbintensität etwas erhöhen. Das geht aber nur nachträglich an einem Rechner.
Fazit
Das Bild ist gut gelungen. Ich habe es mir elaubt, es der harten Kritik auszusetzten, gerade weil es so gut ist, und schon kleinste Veränderungen es zu einem echten Kunstwerk machen könnten. Ich hoffe Peter ist mir nicht sauer…
Filed Under Allgemeines
Canon hat in diesem Jahr seine Kamerapalette erneuert. Nach dem erfolgreichen Start von Canon EOS 450D und Canon EOS 50D kamm nun die neue Version des Canon EOS 5D MarkII. Besonders interessant sind die letzten zwei Modelle nicht nur weil die dort immer bessere Sensoren zum Einsatz kommen, sondern weil Canon dort die neuen DIGIC IV Bildprocessoren einbaut. So ist mit EOS 5DMarkII erstmals möglich eine Videoaufzeichnung in FullHD Modus zu betreiben. Damit antwortet Canon vor Allem auf Neuheiten von Sony (Alpha 900) und Nikon mit D300 und D700.
Des Weiteren hat Canon (endlich) die Webseite umgestalltet, so dass nun eine vernünftige Auswahls der Objektive möglich ist.
Filed Under Erfahrung
Wie im vorherrigen Post versprochen habe ich am Seminar “Digitalreflex Canon”, bei 1000 Töpfen teilgenommen. Das Seminar fand ich persönlich sehr gut. Am dreistündigen Event nahmen in etwa zehn Leute teil – ein durchaus gemischtes Publikum, angefangen von Kaufinteressenten, über die Frischkäufer bis hin zu den Besserwissern, die “alles” schon im Forum gelesen haben. Das Seminar wurde von einem professionellen Canon Fotografen geleitet, der sich bestens mit der EOS Technik auskannte.
Nach einer kurzen Motivation “Warum DSLR?” ging er schnell zur Erläuterung der Basis der Fotografie:
- Bedeutung der Blende und der Verschlusszeit für die Belichtung
- Blende und Verschlusszeit als gestalterische Mittel
- Verwendung von Zoom
Dann hatten wir die Gelegenheit Fotos zu analysieren und über die Art, wie das Foto geschossen wurde zu disskutieren. Seine wichtigste Aussage dabei war: “Hat man verstanden, wie das Foto entstanden ist, kann man es auch schießen”.
Im zweiten Teil, nach einer kurzen Pause wurde die Technik vorgestellt. Nach der Schnellerläuterung des Einstellungsrades und des eindringliches Rates im Modus Av und Tv zu üben, kam der Seminarleiter zu den Einstellungen, die vom Standard abweichen und geändert werden sollten:
- Wahl des Segmente für die Messung Belichtung/Focus
- Wahl des Modus für die Messung bei Belichtung
- Weißabgleich
Nun kamm ein Teil über die Verwendung des Blitzes. Dazu bat der Seminarleiter eine Teilnehmerin mir sehr hellem Hauttyp nach vorne zu kommen und demonstrierte sehr eindrücksvoll, wie man den Blitz richtig einsetzten sollte um die Farbe und das Volumen des Motivs wiederzugeben.
Am Ende des Seminars gab es noch eine Fragerunde, die sich im wesentlichen um die Demystifizierung einiger Internet-Forum-Stories handelte…
Es gibt wohl noch einen Workshop im Sommer, bei dem man praktische Erfahrungen sammeln kann, aber dazu vielleicht später mehr…